7.27.2009

On tour im schönsten Land der Welt

Unser Sommerurlaub führte uns dieses Jahr mit dem Wohnmobil durch Südnorwegen. Es war unser zweiter Besuch im schönsten Land der Welt und die Sehnsucht, mehr von dieser wilden, ursprünglichen und bizarren Natur zu sehen, lässt mich auch heute, obwohl einige Tage wieder zurück in Deutschland, nicht los. Norwegen ist eine riesen Show, hinter jeder Kurve ergibt sich eine neue, faszinierende Konstellation aus Bergen, Bäumen, Fjorden, Seen, reißenden Flüssen, Inseln, Holzhäusern und Wiesen. Hier paßt sich der Mensch noch größtenteils der Natur an und nicht umgekehrt. Aber was schwärme ich hier nur in Textform, am besten, ich lasse Bilder sprechen:









6.16.2009

Sternstunden

Am langen Wochenende haben Christian, Anna, Paul und ich dem Gasometer in Oberhausen einen Besuch abgestattet (entgegen der Unterstellungen meiner Kollegen war ich NICHT Shoppen !!!).

Das Gasometer ist ein ehemaliger Gasspeicher, der heute im Rahmen der Industriekultur des Ruhrpotts als Veranstaltungsort der besonderen Art, besonders für spektakuläre Installationen und Ausstellungen genutzt wird. Die aktuelle Ausstellung namens "Sternstunden" zeigt zum Jahr der Astronomie u.a. Bilder unseres Sonnensystems, die das Weltraumteleskop Hubble aufgenommen hat.

Fasziniert sieht man auf riesigen Leinwänden Nebel, Sterne, Planeten, Sonnen, kosmische Konstellationen, Nachbildungen der Planeten unseres Sonnensystems und vieles mehr. Diese Bilder strotzen nur so vor Farben und Formen, man staunt, was außerhalb unserer begrenzten Vorstellungskraft und unseres Radius auf der Erde an Schönheit existiert. Ich bin so dankbar, dass ich nicht aus Sternenstaub bin, wie die Ausstellung glaubhaft machen will, sondern dass ich die Schöpfung eines liebenden Vaters im Himmel bin. Er hat in den winzigen Einzeller genauso viel Kreativität und Perfektion hinein gelegt, wie in den fernsten Sternenhaufen oder den Fisch in tausenden Metern Tiefe, den wir nie zu Gesicht bekommen werden. Dieser Gott ist Schöpfer. Sein Einfallsreichtum ist unbeschreiblich. Wer vor diesen Bildern steht, kann unmöglich weiter an Zufälle glauben, sondern muss niederknien und ihn anbeten.

6.02.2009

So viel Kreativität...

können nur die Jugendlichen bei One haben ! Während der Wohnwoche vor kurzem (Freizeit in den Gemeinderäumen) entstand dieses unglaubliche Video. Ich bin so stolz auf die !

5.29.2009

Gianna Jessen überlebte ihre eigene Abtreibung


Im Netz habe ich eine sehr interessante Aufnahme gefunden. Gianna Jessen, die vor 30 Jahren ihre eigene Abtreibung überlebte, spricht in einem australischen Regierungsgebäude in Melbourne vor Politikern und einflußreichen Persönlichkeiten. Gianna sollte im 8. Schwangerschaftsmonat durch eine Spätabtreibung getötet werden, aber zu aller Verwunderung überlebte sie. Wer nun glaubt, eine gebrochene Frau vor sich zu haben, was rein menschlich gesehen nur zu verständlich wäre, der irrt. Sie sieht ihre Lebensaufgabe darin, für die Rechte von ungeborenen Kindern einzustehen. Ihre Kraft und Lebensfreude bezieht sie aus ihrem Glauben an Jesus Christus.

Die Ansprache ist deutsch untertitelt und ihr könnt sie euch ansehen, indem ihr auf die Überschrift klickt. Hier ein paar Highlights aus ihrer Rede:

  • Ich habe nicht überlebt, um hier eine behagliche Rede zu halten. Ich habe überlebt, um die Dinge etwas aufzumischen. Und ich habe eine gute Zeit dabei, das zu tun.
  • Ich hab ein wenig nachgeforscht bzgl. des Mannes, der meine Abtreibung ausführte. Und seine Kliniken sind die größte Klinik-Kette in Amerika und die brüsten sich damit, 70 Millionen Dollar Umsatz im Jahr zu machen. Ich habe ein Zitat von ihm gelesen vor ein paar Jahren und er sagte: Ich habe über eine Million Babys abgetrieben und ich betrachte es als meine Leidenschaft.
  • ich weiß, dass ich bereits gehasst werde, weil ich für Leben einstehe.Ihr habt mich nicht bekommen, der stille Holocaust hat nicht über mich gesiegt.
  • Seht ihr, seit meiner Empfängnis wurde ich gehasst von so vielen und ich wurde von so vielen mehr noch geliebt aber am aller meisten von Gott. Ich bin sein Mädchen.
  • Wenn es bei der Abtreibung wirklich um Frauenrechte gehen sollte, Damen und Herren, was war dann mit meinen Frauenrechten? Da war keine radikale Feministin, die dagegen protestierte, wie meine Rechte an jenem Tag verletzt wurden. In der Tat, mein Leben war dabei ausgelöscht zu werden im Namen der Frauenrechte.
  • Meine Damen und Herren, es gibt Dinge, die ihr nur lernen könnt von den Schwächsten unter uns. Und wenn ihr ihre Leben auslöscht, werdet ihr dabei verlieren. Der Herr sieht nach ihnen, aber ihr seid die, die für immer leiden müssen.
  • Männer, ihr seid dazu da, um Größe zu demonstrieren. Ihr seid dazu da, um aufzustehen und Männer zu sein. Ihr seid dazu da, um Frauen und Kinder zu verteidigen, stellt euch nicht abseits und dreht euren Kopf weg, wenn ihr wisst, dass Mord geschieht und ihr nichts dagegen tut. Ihr seid nicht dazu da, um Frauen auszunutzen und uns allein zu lassen. Ihr seid dazu da, um gütig, barmherzig, groß und auch stark zu sein und für etwas einzustehen. Denn Männer, hört mir zu, ich bin zu müde, um euren Job zu übernehmen.
  • Frauen, ihr seid nicht dazu da, um missbraucht zu werden, ihr seid nicht dazu da, um herumzusitzen, während ihr nicht eure Würde und euren Wert erkennt. Ihr seid dazu da, dass man um euch kämpft. Für immer.
  • Ich schließe damit: Manche von euch mögen ziemlich verärgert sein, dass ich hier nur über Gott und Jesus spreche, aber wie um alles in der Welt soll ich hinkend durch diese Welt gehen und nicht all mein Herz, meine Seele und meine Stärke dem Christus geben, der mir das Leben gegeben hat?
  • Mein ganzes Ziel, während ich hier lebe, ist Gott zum Lächeln zu bringen.

5.17.2009

Bewegend

Es gibt Predigten, die ganz ohne Worte auskommen. Eine, die mich bei jedem Ansehen wieder gleich stark berührt ist das Theaterstück zu dem Lied "Everything" von Life House. Es erzählt die Geschichte Gottes mit den Menschen. Am Anfang erschafft er dieses Mädchen, er zeigt ihr seine Schöpfung, die Sonne, den Regen, die Früchte am Baum, er tanzt mit ihr, sie haben Gemeinschaft, er zeigt ihr seine Liebe. Aber das Idyll ist nicht von Dauer. Auch andere Mächte greifen nach ihr, zerren sie von Gott weg, flüstern ihr ein, sie brauche den Alkohol, sie sei nicht schön genug, sie solle sich selber zerstören. Kurz bevor sie all diesen Einflüssen beinahe nachgibt, kommt sie zur Besinnung und erinnert sich an ihren Vater. Mit aller Kraft versucht sie, zu ihm zurück zu kommen, doch die Mächte, die ihr Schlechtes wollen, zerren sie immer wieder zurück. Gleichzeitig zieht sie der Vater und versucht verzweifelt, sie wieder auf seine Seite zu holen. Als alles nichts hilft springt er mitten hinein in das Chaos und nimmt ihren Platz ein. Nun kämpfen alle mit ihm und sie ist frei. Sie kann aufatmen, leben, und wieder froh sein. Gott besiegt ihre Feinde. Er wischt den Schmutz von ihr und nimmt sie in den Arm. Das ist die gute Nachricht von Jesus Christus. Mehr gibt es nicht zu sagen, und es wird ja auch kein einziges Wort gesagt.

2.21.2009

Wochenende in Dresden




Ist zwar schon ein paar Wochen her, aber ein paar Impressionen aus der tollen Stadt Dresden möchte ich meinen Blog-Lesern nicht vorenthalten! Zusammen mit meinem Bruder Julian und seiner Freundin Vera haben wir ein Weihnachtsgeschenk unseres Papas eingelöst: drei Tage in der Elbflorenz. Diese Stadt hat etwas Faszinierendes: der Flair von Geschichte, von Hochkultur, Reste eines einst sehr reichen Sachsen mit Dynastie und Prunk, andererseits die Plattenbauten, quasi als "Gegenkultur" stehend für die Zeit des sozialistischen Regimes. Beide Seiten haben das Bild dieser Landeshauptstadt geprägt und gerade diese Widersprüchlichkeit fasziniert. Neben der Frauenkirche haben wir uns die Galerie "Alte Meister" im Dresdner Zwinger angesehen. Außerdem waren wir an den Elbwiesen (Schneelandschaft!) und lernten die verschiedenen Seiten Dresdens bei einer sehr gut erläuterten Stadtrundfahrt kennen. Einige Interessante Facts habe ich über diese Stadt gelernt:

Selbst die scheinbar jahrhundertealten Gebäude wie der Zwinger, die Semper-Oper oder das Stadtschloss sind keine historischen Relikte. Alles, was man dort sieht hat zwar den Anschein von Geschichte, ist aber in Wirklichkeit eine Rekonstruktion. Fast ganz Dresden fiel den Bombardements des 2. Weltkrieges zum Opfer. Die Semper-Oper beispielsweise wurde in den siebziger Jahren zum dritten Mal wieder aufgebaut.

Dresden wurde schon häufig größtenteils zerstört. Es gab Großfeuer, Kriege und zuletzt die Oder-Flut, der Kunstschätze von unglaublichem Wert unwiederbringlich zum Opfer fielen. Trotzdem begannen die Dresdner immer wieder mit der Rekonstruktion.

Die Frauenkirche, ebenfalls kriegszerstört und vor kurzem vollständig wieder hergestellt, wurde mit nicht einem einzigen Cent Steuergeldern wieder aufgebaut. Sämtliche Kosten wurden durch Spender aus ganz Europa getragen. Damit ist diese Kirche ein echtes Symbol von bürgerschaftlichem Engagement.

1.09.2009

Mein Aufreger des Tages: Atheistische Sprüche auf Linienbussen


Beim morgendlichen Zeitunglesen bräuchte ich manchmal echt Bluthochdrucktabletten...heute war es wieder soweit: mein Aufreger des Tages hat die Überschrift: "Gottlose Kampagne - Debatte um Busse mit Atheisten-Botschaft entbrannt". Dahinter steckt eine Kampagne von Atheisten aus Großbritannien, die Londoner Linienbusse mit atheistischen Botschaften haben bedrucken lassen, beispielsweise: "There´s probably no God, now stop worrying and enjoy your life". Es soll bereits Nachahmer in diversen Ländern geben, zu den Geldgebern gehört kein Geringerer als der weltweit bekannte Religionskritiker Richard Dawkins ("Der Gotteswahn"). Auslöser für die Aktion war die Kampagne evangelischer Christen, die Aussprüche von Jesus auf Busse hatten drucken lassen. Die Initiatorin, eine Journalistin namens Ariane Sherine, erklärte, sie wollte einen Gegenpol zu christlichen Sprüchen geben, die Nicht-Gläubigen "mit ewiger Verdammnis und der Hölle drohten".

So weit, so schlecht. Um eins klar zu stellen: ich rege mich nicht darüber auf, dass jeder in unserer westlichen Welt seine Meinung öffentlich preisgeben kann. Diese Freiheit halte ich für ein hohes demokratisches Gut und ich spreche es den Atheisten nicht ab, dass sie davon genauso wie Christen oder andere Gebrauch machen können.

Mich ärgert folgendes:
1. Wie kann man so viel Geld dafür ausgeben, eine Kampagne zu machen, mit der man nichtmal eine Alternative zu der Botschaft der Kirche anbietet ? Wenn man sich diesen Spruch ansieht, stellt man fest, dass er keinerlei Inhalt hat. Estens sind sie sich ja nicht mal selber sicher, ob es einen Gott gibt ("probably no God"), scheinen also nicht besonders überzeugt zu sein von ihrer eigenen Aussage. Zweitens bieten sie als Alternative zum Glauben nur die "Genieße das Leben"-Philosophie. Die wenigstens Leute braucht man dazu wohl aufzufordern, da sowieso die meisten nach dieser Maxime leben. Außerdem wird damit unterstellt, dass Christen ihr Leben wahrscheinlich nicht genießen, was nicht stimmt. Ich bin überzeugt, dass ein Leben in enger Beziehung zu dem Schöpfer, der mich gemacht hat und kennt, das Erfüllteste ist, was es geben kann. Jesus hat sogar gesagt: Ich bin gekommen um ihnen das Leben zu geben, das Leben im ÜBERFLUSS. Was haben die Atheisten für eine Alternative anzubieten?

2. Die Atheisten können scheinbar nicht einmal richtig lesen. Wie oben in der Einleitung bereits erwähnt, soll dies eine Gegenkampagne sein, weil sich die Initiatorin darüber aufgeregt hat, dass die Christen mit "ewiger Verdammnis und der Hölle drohen." In meiner Tageszeitung war einer dieser "Verdammnis-Busse" abgedruckt. Darauf steht: "Jesus said: I AM the resurrection and the life, whoever believes in Me will live". Wer Lesen kann ist klar im Vorteil. Jesus bietet demnach nur Gutes an: Auferstehung und Leben. Niemand würde doch einer Autowerkstatt unterstellen, sie drohe mit kaputten Autos, wenn sie eine gute Reparatur anbietet, oder? Warum verdrehen die Menschen dann Gott ständig die Worte im Mund?

3. Um nochmal auf diese "Genieße-dein-Leben"-Philosophie zurück zu kommen. Ich frage mich, was die Initiatoren dieser Gegenkampagne eigentlich für eine Motivation haben. Ist es das chronische "Gegen alles Religiöse sein"? Oder haben sie sich von den Bibelstellen provoziert gefühlt (was zumindest verständlich wäre, da Jesus auch zu seiner Zeit häufig Leute vor den Kopf gestoßen hat)? Oder ist es die Absicht, den Menschen ihren Halt und ihre Hoffnung zu nehmen, die sie im Glauben finden könnten? Man stelle sich einmal vor, ein kranker, armer oder verzweifelter Mensch bekommt die Botschaft serviert, er solle sein Leben genießen. Das muss sich für ihn doch wie Spott und Hohn anhören und wird ihm kein Stück weiter helfen. Jesus hat da doch bedeutend mehr anzubieten: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe geben".

Ich für meinen Teil, bin froh an einen Gott zu glauben, der mir Freiheit, Vergebung, Liebe, Frieden, Freude, Sinn und Hoffnung, sowie eine Antwort auf die Fragen "Wo komme ich her", "Warum bin ich hier" und "Wohin gehe ich" gegeben hat. Ein besseres Leben mit mehr Genuss kann es für mich nicht geben. Danke, liebe Atheisten, dass ihr mich daran erinnert habt. Da hatte die Kampagne ja vielleicht doch noch was Gutes.